Die Raveline - ein Magazin, das eine ganze Generation der elektronischen Musik mitgeprägt hat - ist Geschichte, zumindest in der bisher bekannten Form. Die Redaktion schickt sich an, erneut Geschichte zu schreiben und gründet ein Print- und Medien-Magazin mit frischem Style und Charakter: das FAZE. Stellvertretend für die Macher erklärt uns Chefredakteur Sven Schäfer, was die Crew zu diesem Schritt bewogen hat und was ihr ab März 2012 vom neuen Heft in der Musiklandschaft erwarten dürft.
Sven, die letzten Monate waren sicher turbulent. Nach fast 20 Jahren kam das plötzliche Aus der Raveline, dann wenig später die Ankündigung des Nachfolgers, dem FAZE Magazin. Welche Umstände haben euch zu diesem Schritt veranlasst?
Turbulent ist euphemistisch ausgedrückt. Es handelte sich sicherlich um das seltsamste Weihnachtsfest, das ich bislang erlebt habe. Wieso nicht mehr Raveline? Wir haben lange probiert, die Raveline zu retten, hatten auch ein Angebot zum Kauf der Marke Raveline abgegeben, aber auf seltsame Art und Weist konnte sich der Geschäftsführer des insolventen AEC Geronimo Verlags die Markenrechte über einen Strohmann sichern und damit war dann für uns der Zeitpunkt gekommen, die Augen nach vorne zu richten und unsere Energie in etwas Neues zu investieren. Auch wenn es schmerzte, denn wir haben viele Jahre unseres Lebens mit der Raveline verbracht.
Jetzt also der Schritt nach vorne mit FAZE, das eine Lücke im Zeitschriftenregal schließen soll. Welche Inhalte können die Leser erwarten und welche Philisophie liegt euch dabei am Herzen?
Wir werden uns mit der gesamten Bandbreite der elektronischen Musik beschäftigen und somit auch Genres eine Plattform bieten, die ansonsten in Deutschland keine Lobby haben. Gute Musik ist gute Musik. Egal, ob sie nun als House, Techno, Minimal, Breakbeat, Dubstep, Trance oder Trashhop kategorisiert wird. Formal wird FAZE klar und hell sein. Visuell visionär und inhaltlich idealistisch.

Foto: Stefan Ditner
Welchen Herausforderungen steht ihr bei der Herausgabe des neuen Magazins gegenüber?
Sehr vielen. Jetzt sind wir unsere eigenen Chefs. Das bedeutet für uns noch mehr Verantwortung, ist aber eine Herausforderung, der wir uns gern stellen. Die Aufgaben sind mannigfaltig. Sie beginnen bei betriebswirtschaftlichen Dingen wie der Firmengründung, dem Vergleich von Angeboten hinsichtlich des Findens einer Druckerei und eines Vertriebs und endet bei inhaltlichen Themen, einem komplett neuen Layout, neuen Rubriken und der Überlegung, wie die Zukunft eines Musikmagazins aussehen sollte. Viele befreundete Szene-Größen haben uns spontan ihre Unterstützung angeboten, was uns stolz macht und unsere Energie-Reserven nach dieser furchtbaren Zeit wieder aufgefüllt hat.
Das freut uns sehr. Setzt ihr nach wie vor auf eine Verlagsgesellschaft oder wird der Vertrieb von FAZE auf einem anderem Wege erfolgen?
Wir halten das Printmedium weiterhin für wichtig, aber nicht für alleingültig. Deswegen gibt es neben der Printausgabe eine zeitgleich im Apple Newsstand verfügbare Emag-Version mit zusätzlichen Inhalten. Und natürlich investieren wir auch viel Herzblut in unsere Homepage.
Welchen Hintergrund hat die Namensgebung, was bedeutet FAZE für euch?
Raveline war in vielen Bereichen ein Hindernis. Nicht wenige Menschen empfanden den Namen als anachronistisch. Der Name FAZE ist das Ergebnis einer sehr langen Findungsphase mit sehr hitzigen Diskussionen. Nach dem eher plumpen Namen Raveline wollten wir ein Brand haben, der Platz für Interpretationsmöglichkeiten lässt. FAZE ist kurz, knapp, knackig. Es bedeutet das, was ihr darin lest. In your FAZE, FAZE it, True FAZE, let’s FAZE together etc. FAZE bedeutet ursprünglich jemanden aufregen, nicht zur Ruhe kommen lassen.
Wie viel Raveline steckt in der neuen FAZE?
Natürlich findet sich einiges von dem Know How, mit dem wir die Raveline erstellt haben, auch in FAZE wieder. Wenn man unsere Schreib-Stile kennt, wird man auch diese wieder erkennen. Da sowohl die Comic-Götter Bringmann & Kopetzki als auch unsere Kolumnisten Tom Novy, Dominik Eulberg und Jürgen Laarmann unbedingt etwas Neues mit uns auf die Beine stellen wollten, finden sich diese Inhalte auch in FAZE wieder. Aber keine Angst, es gibt genügend Neues zu entdecken.
Einige Fragen ergaben sich bei bestehenden Abos, zum Beispiel bei Restlaufzeiten. Wie geht ihr hier weiter vor?
Nun, es sieht ja so aus, als erscheine die Raveline weiter. Mit neuem Team und neuer Qualität. Insofern müsst ihr diese Frage an die Macher der Raveline stellen. Wer sich bei uns als Raveline-Abonnent zu erkennen gibt und Lust auf ein FAZE-Abo hat, wird aber ein umwerfendes Angebot erhalten.
Wie wird das Magazin durch die Onlinepräsenz und Social Media vervollständigt? Wird es einen Nachfolger für Formate wie dem Raveline TV geben?
Unsere Facebook-Seite (www.facebook.com/fazemagazin) erfreut sich schon großer Beliebtheit und unsere Homepage geht pünktlich zum 15.02.2012 auf Sendung. Tom ist schon ganz heiß, wieder ein TV-Format zu drehen, aber wir konzentrieren uns die ersten drei Monate auf Printmagazin, E-mag und Homepage. Aber wir werden jeden Monat in einem Club in Deutschland auf Tuchfühlung gehen. Haltet Ausschau!
Sven, vielen Dank für das nette Interview und viel Erfolg!
» FAZEmag.de
Sven, die letzten Monate waren sicher turbulent. Nach fast 20 Jahren kam das plötzliche Aus der Raveline, dann wenig später die Ankündigung des Nachfolgers, dem FAZE Magazin. Welche Umstände haben euch zu diesem Schritt veranlasst?
Turbulent ist euphemistisch ausgedrückt. Es handelte sich sicherlich um das seltsamste Weihnachtsfest, das ich bislang erlebt habe. Wieso nicht mehr Raveline? Wir haben lange probiert, die Raveline zu retten, hatten auch ein Angebot zum Kauf der Marke Raveline abgegeben, aber auf seltsame Art und Weist konnte sich der Geschäftsführer des insolventen AEC Geronimo Verlags die Markenrechte über einen Strohmann sichern und damit war dann für uns der Zeitpunkt gekommen, die Augen nach vorne zu richten und unsere Energie in etwas Neues zu investieren. Auch wenn es schmerzte, denn wir haben viele Jahre unseres Lebens mit der Raveline verbracht.
Jetzt also der Schritt nach vorne mit FAZE, das eine Lücke im Zeitschriftenregal schließen soll. Welche Inhalte können die Leser erwarten und welche Philisophie liegt euch dabei am Herzen?
Wir werden uns mit der gesamten Bandbreite der elektronischen Musik beschäftigen und somit auch Genres eine Plattform bieten, die ansonsten in Deutschland keine Lobby haben. Gute Musik ist gute Musik. Egal, ob sie nun als House, Techno, Minimal, Breakbeat, Dubstep, Trance oder Trashhop kategorisiert wird. Formal wird FAZE klar und hell sein. Visuell visionär und inhaltlich idealistisch.

Foto: Stefan Ditner
Welchen Herausforderungen steht ihr bei der Herausgabe des neuen Magazins gegenüber?
Sehr vielen. Jetzt sind wir unsere eigenen Chefs. Das bedeutet für uns noch mehr Verantwortung, ist aber eine Herausforderung, der wir uns gern stellen. Die Aufgaben sind mannigfaltig. Sie beginnen bei betriebswirtschaftlichen Dingen wie der Firmengründung, dem Vergleich von Angeboten hinsichtlich des Findens einer Druckerei und eines Vertriebs und endet bei inhaltlichen Themen, einem komplett neuen Layout, neuen Rubriken und der Überlegung, wie die Zukunft eines Musikmagazins aussehen sollte. Viele befreundete Szene-Größen haben uns spontan ihre Unterstützung angeboten, was uns stolz macht und unsere Energie-Reserven nach dieser furchtbaren Zeit wieder aufgefüllt hat.
Das freut uns sehr. Setzt ihr nach wie vor auf eine Verlagsgesellschaft oder wird der Vertrieb von FAZE auf einem anderem Wege erfolgen?
Wir halten das Printmedium weiterhin für wichtig, aber nicht für alleingültig. Deswegen gibt es neben der Printausgabe eine zeitgleich im Apple Newsstand verfügbare Emag-Version mit zusätzlichen Inhalten. Und natürlich investieren wir auch viel Herzblut in unsere Homepage.
Welchen Hintergrund hat die Namensgebung, was bedeutet FAZE für euch?
Raveline war in vielen Bereichen ein Hindernis. Nicht wenige Menschen empfanden den Namen als anachronistisch. Der Name FAZE ist das Ergebnis einer sehr langen Findungsphase mit sehr hitzigen Diskussionen. Nach dem eher plumpen Namen Raveline wollten wir ein Brand haben, der Platz für Interpretationsmöglichkeiten lässt. FAZE ist kurz, knapp, knackig. Es bedeutet das, was ihr darin lest. In your FAZE, FAZE it, True FAZE, let’s FAZE together etc. FAZE bedeutet ursprünglich jemanden aufregen, nicht zur Ruhe kommen lassen.
Wie viel Raveline steckt in der neuen FAZE?
Natürlich findet sich einiges von dem Know How, mit dem wir die Raveline erstellt haben, auch in FAZE wieder. Wenn man unsere Schreib-Stile kennt, wird man auch diese wieder erkennen. Da sowohl die Comic-Götter Bringmann & Kopetzki als auch unsere Kolumnisten Tom Novy, Dominik Eulberg und Jürgen Laarmann unbedingt etwas Neues mit uns auf die Beine stellen wollten, finden sich diese Inhalte auch in FAZE wieder. Aber keine Angst, es gibt genügend Neues zu entdecken.
Einige Fragen ergaben sich bei bestehenden Abos, zum Beispiel bei Restlaufzeiten. Wie geht ihr hier weiter vor?
Nun, es sieht ja so aus, als erscheine die Raveline weiter. Mit neuem Team und neuer Qualität. Insofern müsst ihr diese Frage an die Macher der Raveline stellen. Wer sich bei uns als Raveline-Abonnent zu erkennen gibt und Lust auf ein FAZE-Abo hat, wird aber ein umwerfendes Angebot erhalten.
Wie wird das Magazin durch die Onlinepräsenz und Social Media vervollständigt? Wird es einen Nachfolger für Formate wie dem Raveline TV geben?
Unsere Facebook-Seite (www.facebook.com/fazemagazin) erfreut sich schon großer Beliebtheit und unsere Homepage geht pünktlich zum 15.02.2012 auf Sendung. Tom ist schon ganz heiß, wieder ein TV-Format zu drehen, aber wir konzentrieren uns die ersten drei Monate auf Printmagazin, E-mag und Homepage. Aber wir werden jeden Monat in einem Club in Deutschland auf Tuchfühlung gehen. Haltet Ausschau!
Sven, vielen Dank für das nette Interview und viel Erfolg!
» FAZEmag.de




Bereiche
Users online
Kategorien
Archiv


Magazin-Comments
Systemmitteilung