Drama | Südkorea 2003
Laufzeit: 99 Minuten
Der See Jusan in der Einsamkeit Südkoreas: Umgeben von unberührter Natur lebt ein alter buddhistischer Mönch mit seinem kleinen Schüler auf einem schwimmenden Tempel. Die erste Lektion, die der Kleine zu lernen hat, ist die der Nächstenliebe im tiefsten Sinne: Als sein Meister ihn dabei beobachtet, wie er kleine Tiere quält, muss der Junge erfahren, dass das Leid, das er anderen Lebewesen zufügt, zu seinem eigenen wird. Im Sommer seines Lebens erliegt der junge Novize der Schönheit eines Mädchens und verlässt seinen Meister, um der Leidenschaft zu folgen. Als erwachsener Mann kehrt er schließlich zurück: Enttäuscht, verbittert und von Eifersucht und Hass getrieben. Der Winter seines Lebens wird zur Zeit der Erlösung und Reinigung, in der das Alter der Jugend weicht. Mit den ersten Frühlingsknospen erfährt der erwachsen gewordene Schüler Läuterung - und tritt selbst in die Fußstapfen seines alten Meisters...
Seinen Lieblingsthemen blieb Regisseur Kim Ki-Duk treu. Unter der idyllischen Oberfläche brodelt es gehörig, die Protagonisten fechten archaische Kämpfe mit sich selbst aus: Spirituelles versus weltliches Leben, kontemplative Versenkung versus Lebenslust. Und wie immer bei Kim Ki-Duk geht es um den ewigen Kampf zwischen den Geschlechtern, der für Unbill sorgt. Um Begierde, die zu Eifersucht und Mord führt. Und dann die Suche nach Erlösung.
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