Nachdem die Intel Friday Night Games in der Liederhalle in Stuttgart nicht mehr stattfinden dürfen, veröffentlichte nicht nur Turtle Entertainment ein Statement zur Situation. Auch die Fraktion der Grünen hat sich zur Absage des eSport-Events geäußert.
Erstmalig wird in der siebenjährigen ESL-Pro-Series-Geschichte ein Intel Friday Night Game abgesagt. Der Grund: der Amoklauf in Winnenden. In Stuttgart hielt man es für unangebracht, Turnierspiele mit "Counter-Strike" abzuhalten. Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) hält eine derartige Veranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt für „nicht akzeptabel“.
ESL distanziert sich
Die ESL distanziert sich jedoch von den öffentlichen Vorwürfen seitens des Hallenbetreibers. In einer öffentlichen Pressemitteilung wird von einem „nicht gesuchten Dialog“ seitens der Stadt Stuttgart berichtet. Darin heißt es:
„Der Mietvertrag für die Halle wurde uns am heutigen Dienstag gekündigt. […] Der Dialog über eine Verschiebung der Veranstaltung oder die Verwendung anderer Spiele wurde von der Stadt nicht gesucht, obwohl Turtle Entertainment jederzeit dialogbereit und lösungsorientiert war und ist. Wir bedauern die Absage, denn das Event und die vorgelagerte Eltern-LAN wären eine ideale Möglichkeit gewesen, sich differenziert mit dem Thema Computerspiele als Teil unserer heutigen Jugendkultur auseinander zu setzen und die Mediennutzung junger Menschen zu thematisieren und zu diskutieren.“
Ersatz wird gesucht
Die Absage wäre per Fax am Dienstag - weniger als drei Tage vor Beginn des Aufbaus – bei Turtle Entertainment eingegangen. Dadurch sei es leider nicht möglich gewesen, einen anderen Austragungsort zu finden.
Derzeit wird jedoch nach einem Ersatztermin für das Intel Friday Night Game gesucht. In welcher Form so ein Event stattfinden würde, könne Turtle Entertainment allerdings noch nicht sagen.
Grüne begrüßen Absage
In der Politik ist diese Meldung ebenfalls bereits angekommen. Die Grünen unterstützen die Entscheidung der Stadt Stuttgart. Jürgen Walter, medienpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag: „Es hat den Veranstaltern wohl an der nötigen Sensibilität gefehlt, sonst wären sie selbst darauf gekommen, wie instinktlos eine solche Veranstaltung eine Woche nach der zentralen Trauerfeier in Winnenden ist.“
"Warcraft 3" wird dabei in einem Satz mit "Counter-Strike" als „Killerspiel“ bezeichnet. Man müsse diesbezüglich in den Dialog treten. Das größte Tabu zivilisierter menschlicher Gesellschaften sei das Töten von Menschen. „Bei solchen Spielen wird dies virtuell, aber trotzdem auf höchst realistische Weise eingeübt. Die Debatte, wie die Gesellschaft zukünftig damit umgehen will, hat gerade erst begonnen. Die Stadt war gut beraten, zum jetzigen Zeitpunkt nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen“ , so Walter abschließend.
http://www.derwesten.de/nachrichten/...48/detail.html
geh nun ein wenig ballern
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