RETTET DEN LETZTEN REST AN URBANITÄT! RETTET DAS NACHTLEBEN IN HEIDELBERG!!!
Nach Ansicht der Bürgerinitative LindA und OB Würzner versinkt die Heidelberger Altstadt in "Lärm, Dreck und Randale". OB Würzner hat deshalb das Thema zur "Chefsache" erklärt. Der eigens für die Anwohner der Altstadt einberufene "Runde Tisch" wurde von LindA erfolgreich zur Durchsetzung der eigenen Interessen genutzt.
Während zu Anfang der Altstadt-Diskussion die Forderung nach einer Beseitigung von "Exzessen" stand (gemeint sind "Wildpinkler", Ruhestörer und Schlägereien) richtet sich die Stossrichtung mittlerweile gegen das Nachtleben als solches.
Einen vorläufigen Höhepunkt stellt der von Ordnungsamt und Polizei erarbeitete "37-Punkte-Katalog" dar, der nach den Vorstellungen von OB Würzner möglichst bald Realität werden soll. Mit repressiven Maßnahmen gegen Gastronomen und Gäste der Altstadt-Kneipen soll das bestehende Nachtleben beseitigt und durch "Qualitäts-Gastronomie" ersetzt werden.
Zu den geplanten Massnahmen zählen:
• Begrenzung der Besucherzahl in den Kneipen
• Alkoholverbot in Bussen und Bahnen; Verbot von to-go Getränken (ob Alkohol oder nicht) nach 22 Uhr
• Ab 23 Uhr dürfen aus Kneipen keine Getränke mehr auf die Strasse mitgenommen werden (ob Alkohol oder nicht); Türsteher sollen dies umsetzen
• Meldung von stark alkoholisierten Menschen an die Führerscheinstelle
• Einwirkung auf die Vermieter, damit diese "hochwertige" Gastronomie ansiedeln
• Verlängerung der Sperrzeiten (also frühere Schließung der Kneipen, als nach Landesgesetz möglich wäre) und harte Auflagen gegen Musik und "Lärm" in den Kneipen
• Hellere Strassenbeleuchtung in "Problembereichen" (gemeint ist z.B. die Untere Strasse)
• Ab 0:15 Uhr Einsatz der städtischen Kehrmaschine um die Menschen aus den "Problembereichen" zu vertreiben
• Vorstoss von OB Würzner an Innenminister Rech: Die Stadt Heidelberg benötige endlich eine rechtliche Grundlage, um ein Alkoholverbot für Strassen und Plätze aussprechen zu können.
Der gesamte 37-Punkte-Katalog kann hier nachgelesen werden:
http://rettet-heidelberg.over-blog.d...g-2671518.html
ES IST HÖCHSTE ZEIT! WIR MÜSSEN UNS GEGEN DIESE STADTPOLITIK WEHREN BEVOR ES ZU SPÄT IST!
Wir sprechen uns hier keineswegs für Dreck, Lärm und Randale in der Altstadt aus.
Doch die viel beschworenen "Exzesse" taugen nicht als Argument für die geplanten Repressalien gegen die Altstadt-Kultur des Nachtlebens.
Es ist die Aufgabe von Stadtverwaltung und Polizei, die Anwohner - und vor allem auch die Teilnehmer des Nachtlebens - vor etwaigen Exzessen durch Randalierer und Schläger zu schützen. Dazu braucht es aber keine neuen Regeln und Verordnungen - denn Schlägereien, Rumgegröle und urinieren an die Hauswände waren schon immer verboten. Vielmehr müssen die bestehenden Regeln effektiv angewendet werden.
In der Altstadt besteht kein Regelungs-, sondern höchstens ein Vollzugsdefizit.
WIR FORDERN DESHALB...
..die Stadträtinnen und Stadträte Heidelbergs auf die von OB Würzner eingeschlagene Linie nicht zu unterstützen.
• Wir wenden uns gegen die Repressalien des 37-Punkte Katalogs und den Versuch der Stadtverwaltung das bestehende Nachtleben aus der Heidelberger Altstadt zu verbannen. Es unterscheidet die Stadt vom Dorf, dass es im Stadtzentrum ein Kneipenviertel gibt, in dem nächtens die Bürgersteige nicht hochgeklappt werden. Wer in diesem Viertel wohnt muss mit einer gewissen Lärmbelästigung rechnen.
• Wir wehren uns gegen die geplante "Kriminalisierung" von Alkoholgenuss in Heidelbergs Strassen. Wir wollen uns auch künftig noch mit Freunden auf den Strassen und Plätzen der Altstadt bei Bier und Wein treffen können ohne dabei etwas Verbotenes zu tun.
Das Nachtleben in Heidelberg und insbesondere in der Altstadt ist ein schützenswertes Kulturgut – und kein Misstand, den es zu beseitigen gilt!